Leben mit Covid, dem Neunzehnten!

Wenn man in diesen Tagen die üblichen Medienseiten durchblättert, und sich mit den Nachrichten ernsthaft auseinandersetzt, kann es schon sein, dass die Tränen zu fließen beginnen.

Ein ganzes Land wird lahmgelegt, weil 12- 15 sehr alte und sehr kranke Menschen durch die zusätzliche Schwächung von „Covid-19“ verstarben.

Zur gleichen Zeit sind bereits über 240 Personen der Grippe erlegen, aber dies scheint niemanden wirklich zu interessieren.

Der Tod scheint in unterschiedlichen Ausgaben vorzuliegen.

Und die Hiobsbotschaften reißen nicht ab, Koryphäen aus Wissenschaft, Kultur, Technik und Politik überhäufen uns mit katastrophalen Nachrichten, es fallen Begriffe wie Pandemie mit Hunderttausenden Toten, man vergleicht das Virus mit der Spanischen Grippe, die sogar 50 Millionen Menschenleben forderte!

Was erwartet uns in den nächsten Tagen,werden wir alle sterben, auf ganz grausame Art und Weise?

Und noch furchtbarere Nachrichten erreichen uns im Minutentakt.

„Man fühlte mit ihnen“, heißt es bei SPON, und beschreibt den Augenblick als man den Teilnehmern von „Big Brother“ die Existenz von Corona erklärte. Soviel Leid ist kaum zu ertragen, genau so die Frage, ob die Angst vor Corona eine Paarbeziehung gefährden kann? Zum Glück erklärt uns aber der Psychoanalytiker Herr Wirth, wie man aus dieser furchtbaren Situation wieder heraus kommt, ohne suizidale Tendenzen zu entwickeln!

Die einschneidenden Maßnahmen bringen auch viele Schwierigkeiten finanzieller Natur mit sich, große und kleine Firmen, aber auch Individuen klagen über ausbleibende Geldeingänge und auflaufende Kosten.

VW muss die Produktion bestimmter Automodelle zumindest temporär einstellen, während eine Schalmeispielerin über abgesagte Auftritte klagt.

Die Fluglinie Lufthansa muss ihre A380 Flotte auf Parkpositionen abstellen, während eine 32-jährige Kalmückenforscherin ihre nächste Reise zu den Forschungsobjekten nicht antreten kann, weil die Bewilligungsbehörde zur Zeit keinerlei Gelder vergibt.

Mehr oder weniger trifft es uns alle sehr hart, trotzdem aber frage ich mich, warum es noch keinen Begleitsong für „Covid- 19“ gibt, so eine Art Sommerhit wie ehemals „Vamos a la playa“, oder bei den Fußballfans „You`ll never walk alone!“

So könnte man wenigstens fröhlich pfeifend an den leeren Supermarktregalen vorbeigehen, ohne dabei auf schlechte Gedanken über das unsolidarische Verhalten einiger Mitbürger zu kommen.

Mein Wunsch wurde aber glücklicherweise sofort erhört, Cardi B heißt die Interpretin, eine amerikanische Rapperin, die früher wohl Stripperin war, und Männer ausgeraubt hat, und jetzt mit einem amerikanischen Rapper verheiratet ist.

Dies wusste ich alles nicht, kannte nicht einmal ihren Namen, obwohl sie schon eine gewisse Attraktivität ausstrahlt, und sehr sehr lange künstliche Fingernägel hat, und auch schon einmal ganz oben auf einer Billboard-Liste stand.

Das Lied hat auch nur eine Zeile, und die lautet folgendermaßen: Coronavirus! I´m telling you, shit is gettin` real!“

Ein pfiffiger DJ hat diese Zeile mit einem flotten Rhythmus per Soundsample unterlegt, und schon spielt das Netz verrückt.

Aber nicht nur die jungen Burschen und Mädels im Internet finden den Song groovy, auch die Leute bei uns, unabhängig vom Alter oder sozialem Status,sind vom mitreißenden Schwung der Melodie und des Textes begeistert.

Als ich vorhin beim zweitgrößten Lebensmittelhändler Deutschland ein paar Einkäufe erledigen wollte, entdeckte ich zwischen den komplett leeren Regalen, die sonst Küchenrollen, Klopapier, Servietten und Taschentücher enthielten, eine Dame von mindestens achtzig Jahren, die überraschenderweise ihren Körper flink zum hämmernden Beat des Songs von Cardi B, der aus den Deckenlautsprechern zu dröhnen schien, bewegte, und auch ihre Finger rapperstylemäßig abspreizte, was zur Bewunderung meinerseits führte, und auch andere Kunden zum Verweilen einlud.

Da der alten Dame der einsilbige Text scheinbar auf Dauer nicht ausreichte, ergänzte sie den Text im klassischen Freestyle, was zum Mitklatschen einiger junger Menschen führte, die sich mit Energydrinks eindecken wollten.

Und so war zur allgemeinen Begeisterung zu vernehmen: „Let me know so I can start motherf—-ing racking up on foods!“

Angesichts der ungefüllten Regale schon eine recht kecke Aussage!

Mich persönlich hat dieser Vorgang moralisch einen ganzen Schritt wieder aufgerichtet, jetzt sitze ich den Song leise vor mich hinsummend vor einem frisch eingekauften Schokoladen- Osterhasen der 200 Gramm-Klasse, mir geht es wirklich gut!

PS: Wenn das Virus in seiner Gefährlichkeit nachlässt, hätte ich drei Paletten mit jeweils zwanzig Gläsern „Scharfe Pepperoni“ zum Erstehungspreis, plus Versand und Verpackung, abzugeben, ebenso etwa vierundsiebzig 500- Gramm- Packungen Mehl gegen Gebot.

Angebote werden ab sofort entgegengenommen!

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