Heidi Klum und ich!

Gar nicht so einfach einen halbwegs sinnvollen Inhalt für den ersten Beitrag diesen Jahres zu finden!

Ich hätte natürlich über eine Silvesterparty berichten können, über die endlose „Kampfböllerei“ junger Männer, die manchmal auch mit abgerissenen Fingern endet, oder über die guten Vorsätze, die beschlossen wurden, aber irgendwie schienen mir diese Themen schon zu breitgetreten, zu abgedroschen.

„Heidi Klum und ich“ ist natürlich schon ein raffiniert ausgedachter Titel für die Premiere dieses Jahres, „Clickbait“ in Perfektion, dennoch mit einer Prise Wahrheit versehen.

Denn es gibt tatsächlich eine Gemeinsamkeit zwischen uns beiden, etwas was die wunderschöne Frau und ich gemeinsam haben.

Heidi Klum hat natürlich im Gegensatz zur mir eine sagenhafte Karriere hingelegt, verfügt über ein unerhört gefülltes Bankkonto, jettet durch die Welt und spielt mit der Männerwelt nach Belieben. Sie schreitet ohne je müde zu werden über die ausgerollten roten Teppiche dieser Welt, man schmückt sich gern mit ihr, räumt ihr ausreichend Sendezeit für populäre Fernsehformate ein.

Ungemein diszipliniert ist sie auch, schon wenige Tage nach der Geburt ihrer Kinder war sie wieder rank und schlank wie ehedem. Mit ihrem stets makellosen Äußeren konnte und kann sie Millionen von Männern in Verzückung versetzen. Auch die Reichen und Mächtigen zeigen sich gern mit Heidi an ihrer Seite.

Nahezu täglich werden wir über das Treiben und Wirken der jetzt Fünfundvierzigjährigen im Detail informiert, wissen zu jedem Zeitpunkt wo sie sich gerade aufhält, welche Party oder Kinopremiere sie besucht hat, und wer zumindest temporär ihre Hauptzuneigung genießen darf.

Die Schmonzetten dieser Welt überschlagen sich dann, und wir lesen Schlagzeilen wie „Wilde Fummelei und heiße Küsse: so verliebt tanzt sie mit ihrem Tom ins neue Jahr“, oder auch „Heidi Klum: DAS mag sie an Tom Kaulitz‘ Körper am meisten!“

Natürlich werden diese Aussagen auch mit einer Unmenge Fotos unterstrichen, Aufnahmen in denen sie stets sehr knapp bemessene Kleidung trägt,mit maximalem Dekolleté, die Fingernägel länger als lang, die Höhe der Absätze schon im Schmerzbereich angesiedelt, und die Zähne weißer als eine Gletscherzunge in Patagonien im prallen Sonnenschein.

Bei Interviews  gibt sich sich betont jugendlich, gluckst und albert herum wie ein junges Mädchen, das der Volljährigkeit entgegensieht.

Dies alles und noch viel mehr bin ich nicht, und dennoch gibt es eben diese Gemeinsamkeit zwischen mir und der schönen Heidi; wir werden beide älter, jeden Tag, unaufhaltsam.

Klar, im Gegensatz zu ihr bin ich disziplinlos, habe eine nicht zu übersehende Dauerwölbung im oberen Hüftbereich ausgebildet, komme aber ansonsten mit dem zunehmenden Alter halbwegs zurecht, kann es ja sowieso nicht ändern.

In diesem Punkt scheint mir Heidi unterlegen, denn ich denke sie kann sich mit dem Älterwerden nicht so recht anfreunden, wie auch, hat sie doch ihre gesamte Karriere auf ihr Äußeres hin ausgerichtet.

Jetzt wird der Aufwand „perfekt“ und jugendlich auszusehen, jeden Tag ein bisschen größer, es droht in nicht all zu ferner Zukunft der Schwanengesang, wenn das tatsächliche Alter jeden Tag mehr an die Oberfläche dringt, und der Körper sich dem Status einer tatsächlichen Jungseniorin annähert mit all den unschönen Auswirkungen.

Irgendwann muss sie sich eingestehen, dass sie mit ebenfalls wunderhübschen, aber eben jüngeren Damen nicht mehr mithalten kann, auf der absoluten Schönheitsskala, die sie so lange zu dominieren schien.

Daher möchte ich auch, um jetzt einen Abschluss zu finden, nicht mit Heidi, trotz ihres monetären Vermögens und ihrer globalen Popularität, tauschen.

 

Heidi Klum und ich 1 Januar 2019_00000

Und während ich diese letzten Zeilen meines Beitrages schreibe, schiele ich schon mit einem Auge auf die bereitliegenden Lebkuchenherzen, die es in der Großpackung zum halben Preis beim Lebensmitteldiscounter gab. Ein Vergnügen, das sich Heidi bestimmt nicht leisten kann!

2 Gedanken zu “Heidi Klum und ich!

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