Cargo

Herrje, jetzt ist schon fast das halbe Jahr vergangen, und Leinwand mäßig war da fast ein kompletter Reinfall!

Natürlich lag das zum großen Teil auch an meinem Verhalten, irgendwie bin ich ein wenig müde geworden, den Gang ins Lichtspielhaus anzutreten, oder Blu Rays zu besorgen,andere Beschäftigungen unterschiedlichster Natur genießen zur Zeit Vorrang.

Allerdings lag das auch am Angebot, ich kann einfach diese vielen Filme mit Superhelden und wie künstlich wirkende Plastikschauspieler, die vor Greenscreen-Wänden im engen Dress umherlaufen, nicht mehr wirklich ertragen, zu viel 3D-Animation und völlig unglaubwürdige Handlungen lassen mich ernüchtert zurück.

Dann aber, wie so oft taucht doch noch ein „Highlight“ auf, ein kleiner Film, jenseits jeglicher Festspiele,Auszeichnungen und Glitzerroben, und vielleicht auch schon ein bisschen älter.

Der Film, den ich meine, heißt „Cargo“, ist ein Zombiefilm,ich glaube bei Netflix, der in den einsamen Weiten des südaustralischen Kontinents spielt, und eine fast von Menschen befreite Zone aufzeigt, in der ein Ehepaar mit einem kleinen Kind ums nackte Überleben kämpft,immer auf der Hut vor den fleischfressenden ehemaligen Mitbewohnern, die von einem mehr als gemeinen Virus befallen, ihr Unwesen treiben.

Die Scheintoten in diesem Streifen, der auf einem siebenminütigen Kurzfilm aufbaut, sind schon sehr beißwütig, ansonsten aber eher lethargisch. Ziellos streifen sie langsam umher, und bei Problemen scheinen sie ihren Kopf dauerhaft in die staubige Erde zu stecken.

Bei der Nahrungssuche kommt es eines Tages wie es kommen muss, die hübsche Ehefrau erhält einen klaffende Wunde am Bein, sie wird sich in 48 Stunden in ein hirnloses gefräßiges Monster verwandeln. Dies scheint man genau zu wissen, denn es gibt eine Art Survivalkit mit Fitnessuhr und Totmacher im hygienischen Plastikset.

Der Ehemann ist natürlich ziemlich verzweifelt, er hat auch Angst um seine kleine Tochter. die zunehmend von der sich wandelnden Mutter bedroht wird.Natürlich wird nur ein wenig später der Vater von der Mutter des Kindes gebissen,was natürlich sofort zum Mord an der Ehefrau genutzt wird, die nun ein toter Zombie mit verklebten Augen geworden ist.

Jetzt fängt der Film eigentlich erst richtig an. Der Vater muss in der verbleibenden Zeit eine neue Familie für seine kleine niedliche Tochter finden,weil ja auch seine Zeit abläuft. In einen Kindertragesitz gepackt, bugsiert er sie durch die weite Landschaft auf der Suche nach einem neuen Zuhause für die Kleine, daher wohl auch der Filmtitel.

Es gibt noch einige andere Überlebende, so zum Beispiel ein verwegener, zur Gewalt neigender Einzelgänger, der die Situation des Überlebenskampfes eindeutig ausnutzt, und sich eine blutjunge Geliebte genommen hat, vermutlich gegen ihren Willen, aber sie hat keine Alternative, den draußen lauern die geifernden Untoten.

Es gibt auch noch eine Familie von Ureinwohnern, die ebenfalls während des gesamten Filmes bei ihrem Treiben beobachtet wird, vor allem beim Metzeln der zombiesken Kreaturen.

Zum Schluss treffen alle aufeinander, der Vater ist am Ende seines menschlichen Lebenszyklus angekommen, und wird umgehend vom Hauptmann der Aborigines abgestochen.

Findet das niedliche Kleinkind eine neue Familie? Diese Frage beantworte ich jetzt nicht.

Der Film ist kurzweilig, wirft zwischendurch aber auch einen kritischen Blick auf das Verhältnis Weiße/Aborigines und ist in den Hauptrollen ausreichend gut besetzt.Kann ich empfehlen!

Auffällig auch, dass das kleine Mädchen,welches überwiegend herum getragen wird, in fünf Minuten mehr verschiedene Gesichtsausdrücke aufweisen kann, als Jennifer Lawrence in den Filmen „Mother“ und Red Sparrow“ zusammen!

Wer weitere Infos wünscht, wird hier fündig:

https://www.imdb.com/title/tt3860916/?ref_=nv_sr_1

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