Yippie,juchu!!

Hey, noch heute, also in den späten Abendstunden läuft ja die diesjährige Ausgabe des ESC über unsere Bildschirme, hab ich gar nicht mehr dran gedacht, aber eine Erinnerungs-SMS erinnerte an die Einladung bei guten Freunden zum geselligen Beisammensein.Ein umfangreiches Buffet wird vorbereitet, eventuell wird auch der Grill angeworfen, wenn die Nachbarn und das Wetter mitspielen.

Das ist jedes mal ein Spektakel der besonderen Art, soviel Freude, soviel Ausgelassenheit findet man sonst nur selten,ich bin schon ziemlich aufgeregt,weiß aber natürlich wie immer noch nicht, was ich anziehen soll.

Yippie Mai 12_00000

Das liegt aber auch am ausgestrahlten Sendeformat, der European Song Contest ist einfach eine tolle Sache,spricht eigentlich jeden an,für fast jeden Musikgeschmack ist etwas dabei!

Das besondere Erlebnis ist natürlich das ganze Drumherum, mit viel Essen,Trinken, Reden und Lachen in illusterer Runde vergeht die Zeit wie im Fluge, und alle haben Spaß!

Und natürlich ist es im Vorfeld unglaublich spannend, welche musikalischen Vorträge aus welchen Ländern wir geboten bekommen.Eine rasche Recherche fördert zutage, dass zirka zwei Dutzend Kandidaten aus vermutlich mehr als vierundzwanzig Ländern die Vorausscheidungen überstanden haben, und nun ihre Sangeskünste einen Millionenpublikum vorstellen dürfen.Mit dabei sind sicherlich wieder unzählige Splitterstaaten aus dem ehemaligen Yugoslawinien, oder wie das hieß,die ganzen Ländern der einstigen UDSSR und natürlich auch Deutschland.

Und wieder einmal haben die Veranstalter eine wunderbare Mischung gefunden,mit dabei Popgruppen, die wie aus einem Zombiefilm entsprungen wirken, dickliche Sängerinnen und spindeldürre,natürlich auch halbseiden wirkende Sänger mit glänzenden Gesichtern und der deutsche Kandidat, tja, ein wenig bieder wirkend, eher wie ein Computernerd aussehend,in der Schule vermutlich oft gemobbt oder gehänselt, aber vielleicht gewinnt er ja ein paar Punkte.

In den Medien schlägt das Ereignis auch schon ziemlich hohe Wellen,der stellvertretende Cheffeuilletonist einer Zeitung beklagt die Verweichlichung der männlichen Interpreten, das Herumjammern mit Fistelstimmen, das den ganzen Weltenschmerz zum Ausdruck bringen soll. Laut Autor fällt auch der deutsche Interpret in diese Kategorie, in die der Jammerlappen.

Meine Gunst genießen diese Einzelsänger sowieso nicht, ich will wilden Tanz, Schreigesang,Windmaschinen,Konfetti,pyrotechnische Effekte und groteske Maske hinter stark geschminkten Gesichtern, möglichst aus einer mit ultrakurzberockten Damen bestückten Gruppe heraus, das hat Pep, das versetzt meine müden Knochen am späteren Abend in Bewegung.Am besten gefallen mir die, die so aussehen und sich auch so geben, als ob man ihnen Freigang aus der geschlossenen Abteilung gewährt hat, die Teilnehmer aus Bulgarien,Dänemark oder Serbien haben genau dieses gewisse Etwas.

Aber eigentlich ist das alles egal, wir wollen uns heute Abend amüsieren und uns köstlich unterhalten,völlig unabhängig davon wer eigentlich diesen Wettbewerb gewinnt.

Nachdem ich im Schnelldurchlauf alle Interpreten genießen durfte, erkläre ich die Dame aus Israel zu meiner Favoritin, weil sie eine ausreichend große Portion Selbstironie zur Schau stellt!

Mal sehen, wer nun wirklich gewinnt!

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