Tränen,Tränen,Tränen!

Tränen der Verzweiflung rannen der Schwerkraft folgend über mein Gesicht, glücklicherweise hatte ich vor ein paar Tagen Gratis-Papiertaschentücher in der Apotheke erhalten, als ich mir eine Packung Granifunk zur Reduzierung der Momente des unpassenden Wasserlassens besorgte.

Der Auslöser für meine multiplen Weinkrämpfe war natürlich das furchtbare Verhalten eines scheinbar solitär wirkenden Lupus in einer Ansammlung von Caprinis, die danach in ziemlich großer Anzahl erhebliche Schwierigkeiten hatten,ihren Daseinsstatus zu erhalten.

Ein Wolf greift eine Herde scheinbar unbeaufsichtigter Schafe an, überzeugt einige Exemplare von seiner Beißkraft, während andere es bevorzugen, in einem nahe gelegenen Bach zu ertrinken.

Tränen eins Mai 2018_00000

Der Wolf ist ein Wildtier, wir erfreuen uns an seiner Rückkehr, da bleiben Konflikte mit sinnlos in der Landschaft herumstehenden Ziegenartigen nicht aus.

Für Teile der Öffentlichkeit geht das natürlich nicht,der Landesschafzuchtverband spricht von „einem Bild des Grauens“, unsere mehr als kompetente Landwirtschaftsministerin, Frau Klöckner, fordert spontan ein effektives Wolfsmanagement, nachdem sie letzte Woche noch zum erhöhten Blumenkohlverzehr aufgerufen hatte.

Wozu brauchen wir im Jahre 2018 überhaupt noch Schafe, und vor allen Dingen bärtige Schäfer mit Stäben in der Hand, die mit diesen Tieren von sehr geringer Intelligenz durch die Gegend ziehen und unerhörten Schäden am Waldbestand dieser Republik anrichten, da sie ihn grundsätzlich durch ihre maßlose Gefräßigkeit am Entstehen hindern?

Das Region der Lüneburger Heide wäre ein traumhaft schönes Forstgebiet, aber nein, seit Jahrhunderten fressen die dümmlichen Herdentiere alle Schösslinge weg, nur damit freilaufende Rentner sich im dichten Baumbestand beim sonntäglichen Spaziergang nicht verirren, oder gegen die wuchtigen Stämme unserer bevorzugten Laubbäume laufen.

Tränen 3 Mai 2018_00000

Schafe sind viel gefährlicher für den Menschen als es Wölfe je sein werden, wir erinnern uns mit Schaudern an die BSE-Zeit zurück. Das winzige Hirn der Schafe wurde auch noch von fehlgebildeten Proteinen aufgezehrt und führte rasend schnell zum Gnubberkrankheit, bei der sich die Tiere das Fell abschabten, weil sie es nicht anders wussten. Hirten und Bauern, die mit ihren Tieren eine zu innige Beziehung eingingen, hatten in der Folge ein furchtbares Schicksal zu erleiden,genauso wie einige Rinder,denen man geriebenes Schafshirn im Futter kredenzte.

Aber es kommt noch dicker! Heute lese ich in der Berliner Zeitung „Der Tagesspiegel“ von einem weiteren blutigen Vergehen des Wolfes.

Ein einhundert Kilo schweres Kalb wurde gerissen, eine zirka fünfzig Zentimeter breite Blutspur führte aus dem Stall hinaus, am Ende der Spur lag ein Pansen!Ja, das geht doch nicht!

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls ließ der zuständige Ministeriumssprecher des Landes Brandenburg verlauten:“Wir nehmen das nicht auf die leichte Schulter!“

Da flossen bei mir natürlich die Tränen, das arme Kalb, das unschuldige Tier, einfach so tot gebissen, teilweise verzehrt, was für ein sinnloser Tod, und was für ein Verlust für den verzweifelten Landwirt.

Tränen zwei Mai 2018_00000

Viel lieber hätte ich es gesehen, wenn es nach ein paar Wochen,nach einem Leben in der wunderbaren Enge eines Maststalls, mit einem Bolzenschussgerät betäubt, danach von einem Billiglohnarbeiter aus Rumänien fachgerecht zerlegt zu werden, um anschließend als Supersonderangebot für €7.99.- das Kilo in meinem Lieblingssupermarkt zu landen.

Aber so ist es eben, die Natur kann schon ganz schön grausam sein, da helfen auch keine Tränen!

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