Hurra, es geht endlich los!

Die Winter-Olympiade ist da, irgendwo in Korea, dort wo es besonders eisig ist, und die Schwester vom dicken Kim auf einem Besuch vorbeikommt, was man halt auch nicht alle Tage erlebt.

Als Flachländer habe ich mit Wintersport nicht wirklich viel zu tun, dennoch bin ich begeistert wie sich die Vertreter der bekannten und unbekannten Bergvölker dieser Welt durch Schnee und Eis bewegen, als wäre es nix!

Und außerordentlich mutig sind die Wettkämpfer dazu, gleiten aberwitzig steile Berghänge herunter, manchmal an Fahnenstangen mit integriertem Gelenk vorbei, springen von extra in den Berg hinein gebauten Schanzentischen in die weite Welt hinaus,jagen im hauteng anliegendem Kunstfaseranzug auf den verschiedensten Kufengeräten durch Eiskanäle mit wildem Kurvengewirr, ohne sich jemals zu beschweren oder nach dem Sinn zu fragen.

Wir werden Athleten bewundern, die unfassbare Leistungen erbringen, auch weil sich sich mit legalen und illegalen Mitteln vollstopfen, und ihre Mitstreiter betrügen. Wir werden Trainer aus den neuen Bundesländern mit versteinerten Mienen an den Hängen und Pisten beobachten, und wir werden Zeugen einer Berichterstattung im ÖRR werden, die dem Rentner zuhause vor der heimischen Glotze mit einer Art grenzdebilen Baby-Sprache über das aktuelle Geschehen in fernen Gefilden bei Laune halten soll.

Meine Lieblingssportart in der Winterkategorie ist der Eiskunsttanz, oder wie man das nennt. Das war schon immer so.Als kleiner Junge habe ich mit meinen Eltern oder meinen Schulkameraden zusammen, wie gebannt die Tulups und Rittberger verfolgt,immer in der Hoffnung, dass einer der stark geschminkten Dauerlächler,falsch aufkommt, und Bekanntschaft mit der stark gekühlten Wasseroberfläche der Arena macht.

 

Eistanz mit Sturz Feb 9_00000

Nichts hat mich jemals mehr begeistert, als das Versagen dieser Kunstmenschen, und der entsprechende Gesichtsausdruck danach.Schadenfreude durchfuhr meinen Körper, natürlich nur solange keine Verletzungen beim Aktiven zu befürchten waren.

Zum Auftakt dieser Spiele enttäuschten die deutschen Teilnehmer nicht. Bevor es überhaupt richtig losgeht, stürzen die deutschen Partizipanten in lockerer Folge,auch weil sie die Namen der auszuführenden Übung vergessen hatten.

Korea bietet aber genug Abwechslung, um die Schmach einer Niederlage schnell zu vergessen. Mehrere Hunderestaurants in der näheren Umgebung der olympischen Stätte bieten reichhaltige Menüs unserer treuesten Verbündeten aus dem Tierreich in vielen Varianten an.Ein scharf gewürztes Gulasch vom Pudel an leckerem Kohlgemüse hebt die Stimmung des gescheiterten Sportlers ungemein!

Ein Auftakt nach Maß, ich bin begeistert und wahrlich vom Geist der völkerverbindenden Aktivitäten der jungen sportlichen Menschen beherrscht.

 

Eisstockschiessen Feb 9_00000

Ein besonderes Augenmerk werde ich auch auf die Wettkämpfe der Eisstockschubser werfen, den hier vereinigen sich ungeheure Athletik und strategisch ausgeklügeltes Denken, in bisher noch nie dagewesener Art und Weise!

 

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Ein Gedanke zu “Hurra, es geht endlich los!

  1. Hurra, Hurra. Die Dopingspiele gehen los! Früher hab ich es gerne gesehen, als man noch an sportliche Leistungen glaubte. Seitdem bekannt ist, dass Doping im Sport in vielen Ländern schon zur Norm geworden ist macht das Wetteifern keinen Spaß mehr…

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